An den
Vorsitzenden des Ausschusses
für Rettungswesen, Katastrophenschutz und Gesundheit
Herrn Ingo Steiner
23.04.2026
Kreishaus
53721 Siegburg
nachrichtlich:
Fraktionen/Gruppen
Antrag
Prüfauftrag zur Einrichtung einer weiteren Atemschutzübungsstrecke
Sehr geehrter Herr Steiner,
die Fraktionen von CDU, GRÜNEN und FDP beantragen, die Einrichtung einer weiteren Atem-schutzübungsstrecke zu prüfen. Dabei soll auch eine mobile Anlage in Betracht gezogen werden, die für das gesamte Kreisgebiet genutzt werden kann.
Geprüft werden sollen:
1. Machbarkeit
2. Zeitrahmen
3. Kostenkalkulation
4. Synergieeffekte und Redundanz
5. Folgekosten oder Ersparnis
6. Auslastung
Begründung:
Atemschutzübungsstrecken sind für die Feuerwehren im Rhein-Sieg-Kreis eine unverzichtbare Einrichtung, um die Einsatzfähigkeit und Sicherheit ihrer Atemschutzgeräteträgerinnen und -träger zu gewährleisten. Das Kreisfeuerwehrhaus in Siegburg ist auf der Atemschutzstrecke, an der die Atemschutzträgerinnen und -träger einmal im Jahr ihre Leistungsprüfung erbringen müssen, bereits an seiner Kapazitätsgrenze. Die Anlage ist darüber hinaus in die Jahre gekommen. Aufgrund der geographischen Ausdehnung des Rhein-Sieg-Kreises ist die Fahrt zur Atemschutzstrecke in Siegburg, wo die jährlich vorgeschriebenen Belastungsübungen durchgeführt werden müssen, für viele Feuerwehrleute zudem sehr zeitaufwändig. Eine zweite Atemschutz-übungsstrecke ist darüber hinaus eine Redundanz für den Fall eines Ausfalls der bestehenden Anlage.
Das ehrenamtliche Engagement unserer über 3000 freiwilligen Feuerwehrkräfte ist ein hohes Gut, das wir unterstützen und würdigen möchten. Um die Belastung für die Einsatzkräfte zu reduzieren, die Ausbildungs- und Übungsmöglichkeiten zu verbessern und somit die Sicherheit und Einsatzbereitschaft nachhaltig zu steigern, beantragen wir daher die Prüfung der Einrich-tung einer weiteren Atemschutzübungsstrecke.
Die Maßnahme würde den zeitlichen Einsatz unserer Ehrenamtlichen würdigen und gleichzei-tig für eine bessere Verteilung der Übungskapazitäten sowie für eine Erleichterung insbeson-dere für die linksrheinischen Kommunen sorgen. Sie würde dazu beitragen, dass der Atem-schutzdienst effizienter organisiert, die Motivation erhalten und gesteigert sowie die Attraktivität des Ehrenamts gestärkt wird.
Mit freundlichen Grüßen
gez.
Björn Franken Ina Löllgen Christian Koch
Michael Söllheim Jasmin Sowa-Holderbaum Axel Wilcke
