Für weniger Jauche: GRÜNE im Kreis begrüßen Pläne zur neuen Düngemittelverordnung

Neue Grenzen für Gülle: Mit großer Freude reagiert die GRÜNE Kreistagsfraktion auf den Vorstoß von NRW-Landwirtschaftsminister Johannes Remmel (Bündnis 90/DIE GRÜNEN), den Einsatz von Düngemitteln in der Landwirtschaft begrenzen zu wollen.

Nach Informationen aus Düsseldorf soll die Stickstoffdüngung künftig begrenzt, die Sperrzeiten ausgeweitet werden und die Zahl der Transportfahrten zurückgehen. Auch der Rhein-Sieg-Kreis hatte wegen der vielen Gülletransporte aus den Niederlanden bei Remmel entsprechende Maßnahmen gefordert, das Thema beschäftigte zudem den Umweltausschuss im Kreistag Februar und Juli vergangenen Jahres.

„Die Koppelung der Viehhaltung und somit der Gülleproduktion an die Größe der landwirtschaftlichen Flächen ist notwendig“, sagt Edith Geske, umweltpolitische Sprecherin der GRÜNEN im Kreistag. Lob auch für die geplante Einbeziehung von Gärresten aus Biogasanlagen, „wir begrüßen deshalb die von Landesumweltminister Remmel geplanten Änderungen ausdrücklich.“ Eine bundesweite Korrektur der Düngemittelverordnung sei längst überfällig, so Geske, „jetzt muss auch der Bund aktiv werden.“

Ein aus grüner Sicht wichtiger Punkt: Grundsätzlich seien Sperrzeiten für die Gülleausbringung zu knapp bemessen und müssen ausgeweitet werden. Zu wertvoll seien die Böden in der Region, „sie dürfen nicht zur Beseitigung übermäßiger Güllemengen missbraucht werden“, stimmt Fraktionsvorsitzende Gabi Deussen-Dopstadt ein.

Lisa Anschütz, selbst Landwirtin und Vertreterin der GRÜNEN im Umweltausschuss: „Wir setzen uns für eine Kilometerbegrenzung von 40 km Radius für Gülletransporte, für weniger Gülleproduktion durch mehr Weidehaltung und Tierhaltung auf Stroh ein. Ebenso für eine Reduktion der Gülleausbringung je Quadratmeter Boden sowie für eine wirksamere Kontrolle der ausgebrachten Güllemengen.”

Gleichwohl sehen die Politikerrinnen sogar teils gute Ansätze im Rhein-Sieg-Kreis, etwa bei Maßnahmen gegen hohe Nitratwerte im Grundwasser. Ihr Vorschlag: Eine entsprechende Kooperation zwischen Landwirtschaft und Wasserwerken könnte auf noch bestehende Problemgebiete ausgeweitet oder verbessert werden.

„Dass solche Maßnahmen bei viehintensiven Betrieben eine Begrenzung übermäßig großer Viehbestände bewirkt ist wünschenswert. Langfristig ist es auch für Landwirte von Vorteil, mehr in Qualität denn in billige Massenproduktion zu investieren. Das ist nachhaltig. Es schont unsere natürlichen Lebensgrundlagen und die Produktionsgrundlagen der und die Produktionsgrundlagen der Landwirtschaft“, so Edith Geske.

 

 

 

 

 

 

Artikel kommentieren

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert. Mit der Nutzung dieses Formulars erklären Sie sich mit der Speicherung und Verarbeitung Ihrer Daten durch diese Website einverstanden. Weiteres entnehmen Sie bitte der Datenschutzerklärung.