Lärmminderung am Verkehrslandeplatz Hangelar

Die Bürgerinnen und Bürger im Bereich des Flugplatzes Hangelar beschweren sich zunehmend über vermeidbaren Lärm. Nach Wahrnehmung der betroffenen Anwohner halten sich Piloten vielfach nicht an die für den Flugplatz vorgesehene Platzrunde. Bisherige Kontrollmaßnahmen seitens der Bezirksregierung Düsseldorf, die für die Luftaufsicht zuständig ist, blieben ohne Erfolg.

Die Kreistagsfraktionen von CDU und GRÜNEN sind deshalb der Auffassung, dass Appelle an die Piloten, die sich nicht an die Flugrouten halten, keine Wirkung zeigen und deshalb die notwendigen Konsequenzen zu ziehen sind.

Rolf Bausch, der verkehrspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, sagt dazu: „ Wir wollen nicht, dass der Flugplatzbetrieb gefährdet wird. Wir können aber auch nicht länger tolerieren, dass sich einige Piloten nicht an die Vorgaben halten und damit in unnötiger Weise für vermeidbaren Lärm sorgen.“

Und Martin Metz, Mitglied der GRÜNEN im Planungsausschuss ergänzt dies: „Wer sich nicht an die Flugrouten hält, muss künftig mit harten Bußgeldern rechnen. Dafür soll eine entsprechende Überwachung stattfinden.“

Deshalb soll nach dem Willen der beiden Kreistagsfraktionen die Kreisverwaltung beauftragt werden, bei der für die Luftaufsicht zuständigen Bezirksregierung Düsseldorf die Verbindlichkeit der für den Verkehrslandeplatz Hangelar gekennzeichneten Platzrunde sowie der Ein- und Abflugrouten zu erwirken. Diese verbindliche Festlegung soll die Grundlage sein, um bei Verstößen eine gerichtsfeste Grundlage für ein Bußgeldverfahren sowie weiterer Sanktionen zu haben.

Gleichzeitig sollen alle für eine technische Überwachung der Einhaltung der Flugrouten erforderlichen Maßnahmen geprüft und dargestellt werden.

Die beiden Kreistagsfraktionen setzen darauf, dass die Flugplatzgesellschaft ebenfalls an einer Befriedung der derzeitigen Situation interessiert ist und den Kreis dabei unterstützen wird.

Damit die Flieger die Flugrouten auch besser einhalten können, wollen CDU und GRÜNE eine Überarbeitung der Bodenmarkierungen prüfen. Daran sollen sowohl Flugplatzgesellschaft und Flieger als auch die vom Lärm betroffenen Anwohner gemeinsam mitwirken. Ebenso Bestandteil des CDU/GRÜNEN-Antrages sind eine Beschwerdestelle direkt am Flugplatz sowie eine stärkere Spreizung der Landegebühren nach Lärmemissionen.

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